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Neues Jahr, neue Energien …

Neues Jahr, neue Energien …

und ganz viel frischer Wind 🙂 !

Hier, auf unserem Blog, war es ruhig im letzten Jahr. Beziehungsweise, wenn ich es genau nehmen, in den letzten zwei Jahren. Zuerst war da der Telegram Kanal, mit dem wir endlich unsere Idee von (beinahe) täglichem Support für Eltern verwirklich haben und dann Social Media bzw. Instagram und der Sprung über den eigenen Schatten. Es war an der Zeit, neues auszuprobieren. Audios aufzunehmen ging einfach viel, viel schneller im turbulenten Großfamilienalltag, statt Texte zu schreiben oder endlich meine Buchprojekte voran zu treiben. Doch so spannend die Auseinandersetzung und die Arbeit mit den neuen Plattformen war, so sehr haben sie unsere Aufmerksamkeit und Zeit (beruflich) in Anspruch genommen.
Wir haben unsere Komfortzone verlassen, haben gelernt und nach und nach unseren Weg damit gefunden.
Jetzt sitze ich da, mit neuer Energie und vor allem dem Bedürfnis in mir, all meine Gedanken wieder vermehrt in Texte für euch zu verfassen und nicht zuletzt diesem Blog ein wenig frischen Wind einzuhauchen. Doch davor … möchte ich euch einen kurzen Einblick da lassen, darüber, was sich hier so getan hat.

Dann kam 2022
Ein unglaublich intensives, unglaublich aufwühlendes und rückblickend betrachtet unglaublich kräftezehrendes Jahr. Für uns als Familie. Aber auch eines, wo ich zwar viel für mich geschrieben habe, aber wenig Zeit und Energie für einen neuen Blogbeitrag hatte.
Warum eigentlich?
In kurzen Worten erklärt: Kurz vor Weihnachten 2021 hat uns meine Mama verlassen und ihre letzte große Reise angetreten. Ein Schock. Denn auch, wenn wir überzeugt davon sind, das für sie die Zeit einfach gekommen war, war es für uns alle irgendwie „zu früh“.
Aber ist es das nicht immer?
Sind da nicht immer Worte, die wir gerne noch gesagt hätten?
Erlebnisse, die wir gerne geteilt hätten?

Die ersten Wochen waren hart und vor allem von dem Versuch geprägt zu begreifen. Denn anders als bei meinem Papa vor bald 10 Jahren, hatten wir keine Zeit um uns zu verabschieden. Keine Zeit um annehmen und loslassen zu lernen. Auf einmal war sie nicht mehr da. Und dieses „auf einmal“ ließ sich nicht einfach so mal eben begreifen oder gar verstehen. Nicht für uns und schon gar nicht für die kleinen Menschen hier.
Und doch war da auch – so absurd es sich anhören mag – tiefe Dankbarkeit in mir. Dankbarkeit für dieses wunderbare Geschenk der Liebe, welches ich von meinen Eltern bekommen hatte. Für ihr Vertrauen und ihr Bestärken und ihren unerschütterlichem Mut neue Wege zu gehen statt einfach hinzunehmen. Damals schon.
Ein unglaublich wertvolles Geschenk, welches ich heute weitergeben darf. Doch statt mit dem nahenden Frühling auch wieder neue Energien zu tanken, durchatmen und uns auf die Geburt unseres jüngsten Familienmitgliedes vorzubereiten … oder überhaupt die Schwangerschaft so richtig zu genießen – wartete das Jahr bereits mit der nächsten Herausforderung auf uns.

Ganz neue Herausforderungen
Bei einem ziemlich banalen Sturz (sie rutschte lediglich von einer kleinen Betonstufe), brach sich unsere kleine Tochter den Oberschenkel. In einer Woche, in der ich mit den Kleinen alleine und den Tieren und wie das so ist – ohne Auto war. Ein Glück, Nachbarn zu haben die einfach DA sind und helfen.
Neben zwei Operationen, zwei Krankenhausaufenthalten, etlichen Kontrollbesuchen in selbigem war da vor allem – einmal mehr und in sehr intensiver und nicht immer einfacher Art und Weise – das Erkennen, das wir manches Mal einfach nur begleiten können.
Wie erklärt man einem zweijährigen kleinen Menschen mit Schmerzen, der einfach nur nach Hause möchte, dass wir nicht nachhause fahren können?
Und das wir auch nicht wirklich etwas, gegen die Schmerzen tun können?
Eine Zeit, die neben den üblichen alltäglichen Herausforderungen unseres Großfamilienalltages, nicht nur von vielen neuen Herausforderungen, vielen Gefühlen und vielen Fragen (in uns) geprägt war, sondern die vor allem auch viele AHA-MOMENTE und LERNERFAHRUNGEN für uns alle in sich barg. Nicht zuletzt für unser kleines, hochsensibles Mädchen, das plötzlich einen unglaublichen Entwicklungsschub durchlebte, mit fremden Menschen sprach, vor denen sie sich davor versteckt hatte (was nicht zuletzt der sehr wertvollen und achtsamen Begleitung im KH geschuldet war) und unglaublich mutig wurde.

Ankunft
Zwei Wochen vor der Geburt hatten wir dann unseren letzten Krankenhausaufenthalt und danach hieß es fürs erste Mal in diesem bereits zur Hälfte vorüber gegangenem Jahr: Durchatmen, Entspannen und sich auf die Geburt vorbereiten. Ich hatte die gesamte Schwangerschaft das Gefühl, keine Zeit zu haben.
Keine Zeit um diese so magische Zeit zu genießen.
Und keine Zeit um mich auf die Geburt und die Ankunft des kleinen Wesens einzustimmen.
Es gab Tage während meiner Schwangerschaft, da machte mich das unglaublich traurig. Und ich fragte dieses kleine Wesen ganz oft, warum es sich gerade diese intensive Zeit ausgesucht hatte, um zu uns zu kommen.
Umso dankbarer war ich für diese zwei Wochen. Zwei Wochen ohne Termine, zwei Wochen einfach nur zuhause. Und zwei Wochen, von denen ich eine krank und mir Geburt absolut gar nicht vorstellen konnte.
Aber zumindest war sie dadurch da – die Zeit zum Innehalten, zur Ruhe kommen und mich einstimmen.
Mitte Juli war es dann soweit und wir durften unsere jüngste Tochter, nach einer weiteren, wundervollen, selbstbestimmten und diesmal dennoch für mich sehr kräftezehrenden Geburt in unseren Armen halten.

… und Kuschelzeit
In wenigen Worten?
Irgendwo wischen gemütlich, verzaubert, müde, erschöpft, herausgefordert und durchwachsen. Irgendwo zwischen Bindehautentzündungen, Geschwisterstreitigkeiten, alltäglichen Kleinigkeiten, hochsommerlichen Temperaturen, Hormonumstellungen und einer unvorhersehbaren Baustelle (deren Auftauchen mich einmal mehr dankbar darüber sein ließ, das Sommer war) angesiedelt, bin ich unendlich froh darüber, das so ein Wochenbett im Chaos nichts Neues für uns war. Denn trotz aller Hürden, schafften wir es auch diesmal – als Paar und Eltern – diesem kleinen Wesen seinen Raum zu geben und die Bande durchs Chaos zu navigieren. Und schneller als gedacht, …

… war er auch schon wieder da, der Alltag
Und mit ihm weitere Herausforderungen. Zwar hatten sich die äußeren Stürme etwas gelegt, doch dafür tobten sie im Inneren umso spürbarer und es kostete mich plötzlich unglaublich viel Energie, meine Balance zu halten. Denn neben all den organisatorischen Notwendigkeiten, unserem beruflichen Wirken und all den Ideen in mir, die eigentlich verwirklicht werden wollten, war da ein kleines Wesen, das immer wieder mit Bauchweh zu kämpfen hatte und mit dem das Stillen alles andere als ein Spaziergang war.
Zum ersten Mal nach 18 Jahren Mamasein und 7 wundervollen Stillbeziehungen erlebte ich, das Stillen auch unglaublich anstrengend und herausfordernd sein kann. Anders als ihre Geschwister, dockte dieses kleine Wesen nicht einfach an und saugte dann zufrieden vor sich hin, sondern dockte an und wieder ab, riss den Kopf zurück, schluckte Luft, weinte, konnte das Vakuum nicht richtig halten und war bei der kleinsten Bewegung meinerseits (oder auch ihrerseits) schon wieder irritiert …

Fühlen, hören, spüren …
Einmal mehr, ging und geht es genau darum in dieser individuellen Bindungsbeziehung, die ich trotz aller Herausforderungen, die sie für uns bereithält und trotz aller durchlebten Stunden, in denen Tränen fließen (dürfen), Zweifel und Fragen laut werden und ich mich im Annehmen und Loslassen übe, genießen kann. Mittlerweile scheint sie angekommen zu sein, unsere Jüngste und ihren Platz gefunden zu haben. Ihr Bewegungsdrang ist gigantisch (gefühlt) und ihre Bewegungsentwicklung dermaßen rasant, dass ich mich immer wieder bei dem Gedanken ertappe, wie schön es wäre, wenn sie eine Spur langsamer gehen würde, damit wir auch ein wenig Zeit hätten um uns darauf einzustellen :-). Sie liebt ihre Geschwister heiß, sucht sie, wenn sie nicht da sind, grinst sie an, wenn sie da sind, lacht mit ihnen und kann dennoch keine winzig kleinste Sekunde ohne mich sein. Seit ein paar Tagen spürbar und wesentlich früher als ihre Geschwister merkt sie mit ihren feinen Sensoren augenblicklich, wenn ich nur daran denke sie dem Liebsten zu überreichen um alleine zur Toilette oder unter die Dusche zu gehen …

Da war doch noch was 🙂
Ja, da war noch was. Das neue Jahr, das wir vor einigen Wochen, nach einer ziemlichen Durststrecke begrüßen durften. Gefühlt war im „alten“ Jahr die Luft einfach raus. Doch wer hört das schon gerne? Lieber laufen wir ja bekanntlich weiter und reden uns ein, dass es schon noch geht. Aber im Dezember ging bei uns gar nichts mehr. Wir lagen als Familie flach. Im wahrsten Sinne des Wortes. Vollbremsung auf der Zielgeraden des Jahres sozusagen. Und statt meine Liste für den Advent inkl. Adventskalender für Telegram abzuarbeiten, musste ich ziemlich improvisieren und der Reihe nach Punkte von meiner Liste streichen. Zum ersten Mal seit langem hatte es mich voll erwischt und zum ersten Mal seit langem war ich wieder einmal meine beste Kundin, was das Spielen, Reflektieren, Spüren, Fühlen, Verstehen und Begreifen betrifft. Krank im Bett hat man viel Zeit um Nachzudenken, zu Erkennen, die Blickwinkel zu verändern, Stürme toben zu lassen und letztendlich anzunehmen und loszulassen.
Und genau dieses Stürme waren es, die uns im Endeffekt wieder unsere Klarheit und damit neue Energien gebracht haben. Schwer zu glauben, wenn man mitten drinnen steckt, ich weiß. Und doch ist es so.
Doch sind es genau diese Stürme, die uns durchbeuteln und dennoch wieder zu uns selbst finden und in unsere Kraft kommen lassen.

Wenn wir es zulassen können.
Wir haben uns Zeit genommen, als Familie. Haben gelacht und geweint, gestritten, gespielt, geschwiegen, gefühlt, geliebt, umarmt und letztendlich unsere Balance wieder gefunden. Im Innehalten, Annehmen und Loslassen. Und mit der Balance, ist auch die Energie wieder gekommen. Die Energie, und die Klarheit.
All die Ideen, hatten plötzlich ihren Platz im Raum und dürfen jetzt Schritt für Schritt verwirklicht werden.

  • ein „Spielraum“ für Erwachsene und endlich wieder Präsenzveranstaltungen an unserem eigenen (und gerne auch anderen) Seminarort
  • ein 7wöchiger Kurs für Erwachsene um ihre Komfortzone zu verlassen, ihre Prägungen zu erkennen , sie anzunehmen oder loszulassen und um ihren WEG zu finden. Ihren ganz eigenen, individuellen Weg
  • Workshops und Seminare die sich mit den kleinen und großen Herausforderungen des Elternalltags befassen für euch aufzeichnen und nachhaltig verfügbar zu machen
  • den Blog wieder zu beleben und meine Gedanken hier für euch festzuhalten
  • unsere Plattformen miteinander zu vernetzen und damit einher gehend auch unseren Youtube Kanal auf ganz neue und andere Art und Weise zu beleben. (Dabei darf ich wohl meine eigene Komfortzone verlassen, denn Söhnchen und der Liebste haben mir einen Handystick zu Weihnachten geschenkt weswegen ich jetzt eigentlich keine Ausreden mehr dafür habe, warum ich keine kleinen Videos mache *ggg*)
  • einen weiteren Weiterbildungslehrgang zur bindungsorientierten Elternbegleitung
  • UND: das Training zum ganzheitlichen Familienbegleiter nach dem Authentic Parenting Prinzip

Ihr seht, die Liste ist lang und ich freue mich auf all die weiteren Punkte, die da noch etwas diffus in unseren Köpfen herum schwirren. Fürs Erste aber setze ich hier einmal den Punkt. Der Tag ist spät und war wie immer lang. Und so freue ich mich jetzt einfach nur mehr darauf, mich zu den lieben Kleinen ins Bett zu kuscheln und neue Energien zu tanken.

Ich wünsche euch allen einen wundervollen Start in dieses neue Jahr (das auch schon wieder einen Monat alt ist 🙂 )!

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