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Advent, Advent …

Advent, Advent …

wie immer kommt es anders als man denkt.

Geplant war es ja ganz anders. Und es ist nicht gelogen zu behaupten, dass ich in diesem Jahr unglaublich stolz auf mich selbst war, alles zeitgerecht unter Dach und im Fach zu haben. Quasi. Nicht nur den Advendskalender für unseren Telegram-Kanal.

Aber wie das so ist mit den Plänen, freut sich das Leben scheinbar jedes Mal wieder wie ein kleines Honigkuchenpferdchen, sie zu durchkreuzen. Und so melde ich mich heute, statt aus der Weihnachtsbäckerei, aus dem Krankenlager.

Aber alles ganz langsam und der Reihe nach. Denn anders als vor 2 Jahren, als ich zum ersten Mal einen Advendtskalender auf unserem Kanal gestaltet habe, war es in diesem Jahr alles andere als eine Adhoc-Entscheidung am 1. Dezember. Es wäre gelogen zu behaupten, dass ich NICHT unglaublich stolz auf mich selbst war, dass ich bereits im September erste Pläne zum Adventskalender gemacht hatte. Ganz unüblich für mich, eigentlich, denn eigentlich gehöre ich eher der Fraktion „ganz spontan“ an und stolpere dabei immer mal wieder selbst über meine Spontanentscheidungen und Ideen. Aber, in diesem Jahr wollte ich es einmal anders machen. Ganz anders. Ich wollte mit einem guten Plan und fix und fertig mit allen möglichen Vorbereitungen in die Vorweihnachtszeit starten.
Wollte. Wohlgemerkt. Denn Husten und Schnupfen und Fieber und Kopfschmerzen und ein gar nicht mal so ungemütliches Krankenlager (wenn da nicht Husten, Schnupfen und Kopfweh wären) haben mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber so richtig. Zumindest, was die ersten Beiträge betrifft.
Und so habe ich die etwas durchwachsene Nacht dazu genutzt, einen neuen Beitrag für euch zu gestalten. In Gedanken zumindest.

Krankenlager statt Weihnachtsbäckerei
Die Kekse müssen in diesem Jahr noch etwas warten. Zumindest die Weihnachtskekse. Es ist ja nicht so, dass wir nicht schon gebacken hätten. Gebacken wird hier ständig irgendetwas, weil immer irgendjemand die Idee hat Kekse zu machen. Ab Mitte November heißen sie dann einfach Weihnachtskekse und nicht mehr nur Kekse. Doch wie das so ist bei einer großen Familie, ist eine Ladung Weihnachtskekse auch relativ schnell aufgegessen. Wobei es möglicherweise nicht an der großen Familie, sondern an der Anwesenheit eines Mitbewohners mit Namen Herr Niemand liegt. Denn auf wundersame Weise verschwinden hier Weihnachtskekse, ebenso wie andere Leckereien mit ziemlicher Regelmäßigkeit. Und HEIMLICH wohlgemerkt. Von niemandem natürlich. Doch der Herr Niemand muss sich mit seinem Auftritt im Adventskalender noch etwas gedulden. Über den erzähle ich euch in den nächsten Tagen noch mehr. Für heute, ist ein anderer Beitrag in meinem Kopf entstanden …

Denn statt jetzt Weihnachtslieder summend Teig vorzubereiten und ihn auszurollen, kleine übermotivierte Backhelferleins auf später zu vertrösten, weil der Teig doch auch rasten muss, hitzige Keksausstecher-Diskussionen zu moderieren oder auch im Blick zu behalten und kleinere oder auch größere Krisen in Anbetracht von durch die Luft wirbelndem Mehl und im Mund verschwindenden, gar nicht so kleinen Keksteigmengen, mehr oder weniger erfolgreich wegzuatmen, koche ich literweise Thymiantee und putze kleine Schnupfennasen. Statt Marmelade auf Kekse zu verstreichen, verschmiere ich Hustenbalsam auf Brustkorb und Rücken kleinerer und gar nicht mehr so kleiner Hustenbären, so dass das ganze Haus nach Eukalyptus und Thymian riecht und verteile den im Frühling gemachten Tannenwipferl-Thymian Hustensaft, für dessen Dasein ich in diesen Tagen unglaublich dankbar bin.

Adventszauber … oder so
In diesem Jahr etwas improvisiert und überschattet von Zwiebelsäckchen, die nicht unbedingt einen himmlischen Weihnachtsduft im Haus verbreiten, Hustenkonzerten und einer hunderter Packung Taschentüchern, haben wir in diesem Jahr in unsere Adventszeit gestartet. Wie jedes Jahr wieder, mit unserem selbstgenähten Adventskalender, der täglich wieder von mir mit kleinen Leckereien befüllt wird (um mögliche Plünderungen und darauf folgende Wutanfälle, weitestgehend zu verhindern), einem neuen Adventskalenderbuch,von einer  (für uns) ganz speziellen Serie, das weniger besinnlich, als vielmehr wunderbar humorvoll-herzlich ist (ganz nach unserem Geschmack) und zum allabendlichen Adventsprogramm dazu gehört, dem Gestalten von Weihnachtskarten und Geschenken, Geschichten und gemeinsamen Musizieren. Oder dem Versuch davon. Denn jedes Mal wieder, wenn ich die Gitarre zur Hand nehme oder die Zither auspacke, entbrennen auf der einen Seite hitzige Diskussionen darüber WAS gesungen wird und WER entscheiden darf, WANN wir was singen, während ich auf der anderen Seite dabei zusehen darf, wie meine Instrumente entdeckt und bezupft werden – mit teils gar nicht besinnlicher Adventsmusik. Aber das ist eine andere Geschichte … über die ich euch auch noch mehr erzählen werden.
Die (Vor)Weihnachtszeit ist hier also eine nicht weniger bunte Mischung aus friedlichem Beisammensein und chaotisch, quirligem Durcheinander, wie auch die restliche Zeit des Jahres. Die Vorstellung, dass in der Vorweihnachtszeit alles wunderbar friedlich und besinnlich zugehen würde, nur weil das irgendwie zu Weihnachten gehört, habe ich in meinen ersten Mamajahren gelernt loszulassen und mittlerweile bin ich echt gut darin (nach meinen Maßsstäben) gelassen mit all den kleinen und großen ganz und gar nicht besinnlichen Herausforderungen der Adventszeit umzugehen.
Angefangen bei geplünderten Adventskalendern, über aufgegessene Kekse bis hin zu übergroßen Erwartungen, entdeckte Verstecke von Geschenken und so weiter und so fort.

Mehr darüber gibt es für euch in den nächsten Tagen zu hören. Einstweilen aber, koche und „schlürfe“ ich meinen geliebten Chagakakao – hauptsächlich zur Stärkung meiner Nerven 🙂
Habt einen wundervollen Start in die Adventszeit!

Eure Lini

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