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Perspektivenwechsel, gute Vorsätze …

Wege und Lösungen für ein achtsames Familienleben

Perspektivenwechsel, gute Vorsätze …

und der „innere Schweinehund“

Was die Drei miteinander zu tun haben?
Davon werde ich euch gleich mehr berichten. Zuallererst aber braucht es den kurzen Blick zurück.

Vor einem Jahr habe ich hier – hochschwanger mit der kleinen Raupe – über die letzte Seite im Kalender und den Zauber geschrieben, der jedem Anfang inne wohnt. Und darüber wie wichtig es ist, sich immer und immer wieder daran zu erinnern, dass es in unseren Händen liegt, wie wir handeln und agieren, was wir sagen und für welchen Weg wir uns entscheiden.
Ein Jahr später, …. ein mehr als ver-rücktes Jahr später, haben diese Wort eine ganz neue Bedeutung gewonnen.

Die kleine Raupe läuft mittlerweile beinahe, hat unseren Familienalltag noch einmal gehörig auf den Kopf gestellt und doch hätte es für sie – als „High Need Baby“ wie es im Buche steht – kein besseres Jahr als das fast vergangene geben können.

Es wäre ein Leichtes, hier an dieser Stelle jetzt über all das zu schreiben, was in diesem Jahr herausfordernd war. Im Großen, wie auch im Kleinen. Im Außen, wie auch im Innen.
Es wäre ein Leichtes über die Hürden und Zweifel, die Sorgen und Ängste zu schreiben, die in den letzten Monaten rundherum so greifbar waren und sind, und die auch mich immer mal wieder gepackt haben. Es wäre ein Leichtes, über das Dauerthema des Jahres zu schreiben, über die so offensichtliche und irritierende Spaltung einer Gesellschaft, die nun plötzlich so deutlich zu Tage tritt und die es erst einmal zu verdauen gilt. Und noch leichter wäre es, über den Sturm zu schreiben, der hier so gewaltig tobt und uns alle kräftig durch rüttelt.

Doch diejenigen, die mich kennen wissen, dass das nicht so mein Ding ist. Viel lieber nutze ich diesen letzten Blogbeitrag am Ende eines wahrlich ver-rückten Jahres dazu einmal mehr die Perspektive zu wechseln und euch etwas über gute Vorsätze, den inneren Schweinehund und das Leben zu erzählen, das uns immer wieder dazu auffordert, den Blick nach innen zu richten, zu spüren, was es für uns selbst gerade JETZT braucht, statt im Außen nach Lösung zu suchen.

Stay positive?
Jein. Perspektivenwechsel bedeutet nicht, zwanghaft nach dem Positiven zu suchen oder in allem immer nur das Gute zu sehen. Viel eher fordert uns dieser auf dorthin zu blicken, wo wir noch nicht hingesehen haben. Den Stein zu heben und das Muster auf der anderen Seite zu betrachten oder einfach auch, ins Innen, statt ins Außen zu schauen. Und jenen Gefühlen Raum zu geben, die auch da sind.
Perspektivenwechsel heißt, in Bewegung zu bleiben und – darauf zu schauen, was der Sturm an die Oberfläche kommen lässt. Etwa die Erwartungen die da sind, die Hürden über die wir immer wieder stolpern oder eben die guten Vorsätze, die wir machen und die umzusetzen, uns das angebliche kleine Schweinehündchen in uns selbst hindert.

Träumen ist einfacher als Tun …
Die guten Vorsätze und der innere Schweinehund waren im übrigen eines der Themen, die mir zugesandt wurden im Zuge unseres Online-Adventkalenders auf unserem Telegram-Kanal. Doch irgendwie passt dieses Thema viel eher zum Jahreswechsel, zum Alten was wir loslassen (wollen) und zum Neuen (das wir erreichen wollen oder auch meinen erreichen zu müssen …).
Das mit den guten Vorsätzen und all dem, was wir uns vornehmen ist ja so eine Sache. Eine Sache, die oft und öfter einfach nur das bleibt, was sie ist. Nichts weiter als etwas, was wir erreichen wollen oder meinen erreichen zu müssen und dann dennoch nicht tun. Und im Endeffekt ist der innere Schweinehund, auf den wir es dann gerne schieben, nicht mehr als unsere eigene Gewohnheit an „Altem“ festzuhalten und genau da zu verharren, als mutig einen Schritt vor den anderen zu setzen.

Doch warum ist das so?
Warum machen wir so gerne gute Vorsätze und schaffen es dann doch nicht, sie umzusetzen?

Aus vielerlei Gründen.
Zum einen wäre die Frage nach dem woher, zu beantworten. Denn woher kommen sie, die guten Vorsätze.
Wer setzt uns hier etwas vor?
Und wenn wir selbst es TUN, warum?
Unzufriedenheit? Ist das, was jetzt ist nicht gut?
Sollte es besser werden? Und wenn ja warum?
Wer setzt hier den Maßstab?

Womit wir bei einem weiteren Punkt sind. Der Leistung. Ganz oft geht es hier, bei den guten Vorsätzen, doch auch irgendwie um (vermeintliche) Wertigkeiten bzw. Bewertungen und unser eigenes Gefühl, dass das was ist nicht mehr gut ist, so wie es ist. (Was durchaus seine Berechtigung haben kann)
Das erzeugt (in den meisten Fällen) Druck.
Und hindert uns im Endeffekt daran, ins Tun zu kommen.
Schließlich wollen wir es richtig machen oder gut oder perfekt und vergessen dabei einen Schritt vor den anderen zu setzen bzw. überhaupt einmal ins TUN zu kommen …

Und dann wäre da noch die zig Gründe, die wir finden warum etwas nicht möglich ist obwohl wir so gerne würden, welche die Gewohnheit im Gepäck hat. Die Gewohnheit, die lieber träumt, als aktiv zu werden und die uns irgendwie auch Sicherheit gibt.
Das kennen wir, da brauchen wir nicht lange darüber nachzudenken, das tun wir einfach …
Die Gewohnheit aus der wir im vergangenen Jahr mehr oder weniger herausgerissen worden sind. Nichts war mehr so wie wir es gewohnt waren. Alles wurde irgendwie durcheinander gewirbelt … oder wird es immer noch.
Und wir mitten drinnen.

Und jetzt?
wäre es an der Zeit, den Blick nach Innen zu richten. Die Perspektive zu wechseln. Dahin zu schauen, wohin wir vielleicht noch nicht geschaut haben. Zu den Gefühlen, die da sind und zu den guten Vorsätzen, die wir so gerne (?) umsetzen würden und es dann doch nicht tun …
Und NEUES braucht genau das. Den Perspektivenwechsel. Das Hinschauen und Wahrnehmen dessen, was da ist. Und darüber hinaus, das wohlwollende und wertschätzende DANKE (und Annehmen) des ALTEN, aber natürlich auch den Mut dieses zu verabschieden und loszulassen, um offen zu sein, für die neuen WEGE, die dadurch entstehen und die Lösungen, die sie bringen werden.

Und so bleibt mir heute nur mehr der dankbare Blick auf das vergangene Jahr, die Zeit, die es uns als Familie gebracht hat – vor allem der kleinen Raupe mit ihren „ein bisschen mehr als VIEL“ Bedürfnissen und den vielen, vielen neuen Ideen, die in dieser Zeit wachsen und reifen durften.


Wir wünschen euch allen eine wundervolle, magische, zauberhafte Silvester – Raunacht und ein großartiges 2021!




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